Lösung des Klimawandels, Ende des Kapitalismus

Ja richtig... Können wir das Problem des massiven Klimawandels lösen, dann wird die Menschheit den rückschrittlichen und parasitären Kapitalismus hinter sich lassen. Das Lebensmodell "der Luxus des einen beruht auf dem Schaden des anderen" hat dann endgültig ausgedient.

Denn: das Lösen unseres Klimaproblems bedingt den gemenschaftlich sorgsamen Umgang mit den Ressourcen des Planeten, statt auf Gewinnmaximierung und Kapitalvermehrung durch Ausbeutung zu gunsten des Shareholders zu achten.

Zivilisatorisch bedingt dies ein empathisches Empfinden für uns selbst und andere Wesen (egal ob Mensch oder Tier) oder dem Leben auf anderen Kontinenten als dem eigenen. Erst durch diese Eigenschaft entwickelt sich die Menschheit zu einer Zivilisation in der der Nutzen für die Gemeinschaft wichtiger ist, als die Höhe des Bankkontos.

Eines muss in diesem Zusammenhang auch deutlich werden. Gesellschaftssysteme haben durchaus ihren Sinn und auch eine gewisse Lebensdauer. Die Geschichte der Menschheit hat gezeigt, das es in der Vergangenheit immer sprunghafte Entwicklungsstufen im Gesellschaftssystem gegeben hat. Auch der Kapitalismus ist eine solche zeitlich begrenzte Gesellschaftsform die durchaus zeitlich Sinn machte und jetzt jedoch durch etwas fortschrittlicheres abgelöst werden muss. Das es ewig so weiter gehen könnte ist eine Illusion, dies dürfte wohl jedem klar sein. Unendliches Wachstum auf dem Rücken der anderen, auf einem endlich begrenzten Planeten ist utopisch.

Erst wenn wir diesen kritischen Flaschenhals überwinden, werden wir uns als menschliche Gemeinschaft auf die zivilisatorisch nächste Stufe entwickeln können. Schaffen wir es nicht, dann wird die Menschheit so wie sie derzeit existiert aussterben. Dies werden die nächsten 40-80 Jahre zeigen müssen.

Siehe auch: Altruismus statt Kapitalismus

© Oliver Lohse