YouTube wie mal literweise Farbe trinkt

Die Menschheit hat wirklich schon sehr geniale Erfindungen gemacht, YouTube gehört, neben der Erfindung des Rades, definitiv auch dazu. Doch was machen denn nun mit dieser total geilen Sache? Katzenvideos, wie man Farbe trinkt bis man kotzt und so weiter. Toll! Ein Hoch auf den Genius des Menschen oder sollte ich besser sagen auf einige wenige Menschen?

Am 15. Februar 2005 haben drei junge Menschen eine vollkommen geniale Idee, sie gründen ein kostenloses Videoportal für die Bevölkerung der Erde - YouTube ist geboren.

Das muß man sich mal vorstellen, jeder Mensch der Erde kann ein Video machen und alle können es sehen - das ist einfach genial, denn es offenbaren sich ungeahnte Möglichkeiten in der kommunikativen Entwicklung für unsere gesamte Menschheit, ein evolutionärer Sprung wie zu Zeiten der Erfindung des Rades oder der Entdeckung des Feuers.

Doch was machen wir in Wahrheit damit? Wir zeigen Schminktipps oder wie man literweise Acrylfarbe trinkt bis zum abkotzen - na suuuuuper.

Tausende teurer Server, hochwertige Glasfasertechnik der neusten Generation und Festplatten mit irrsinnigen Datenraten die sekündlich Gigawatt-weise Strom verbrauchen, nur um eines zu tun, das Video eines völligen Schwachkopfes zu zeigen wie er 10 Liter Farbe trinkt bis er dann kotzt - bravo. Der Aufwand hat sich devinitiv gelohnt.

Noch schlimmer finde ich die vielen Typen die irgendwelche Produkte von Firmen vorstellen deren Namen sie noch nicht mal ordentlich aussprechen können. Wir reden dabei von Firmen die ohnehin schon steinreich sind... nur damit sie noch reicher werden? Was habe ich davon? Wo ist der Nutzen für die Gemeinschaft?

Wie wäre es denn mal mit einem Lesekurs für alle Analphabeten dieser Welt. Oder kostenloser Schulbildung frei von Religion oder politischen Strömungen - das wären doch wahre Erungenschaften und eines YouTube-Kanals absolut würdig.

Vielleicht hat ja Gott auch bock mitzumachen? Er kann sich ja kostenlos mit seiner E-Mailadresse bei YouTube registrieren.

© Oliver Lohse